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Beratungsstelle zu Sexualität und geistiger Behinderung

Die Liebelle ist eine innovative Beratungs, Forschungs- und Bildungsstätte. Sie richtet sich an jugendliche und erwachsene Menschen mit geistiger Behinderung oder Mehrfachbehinderungen. Sie berät zu den Themen Sexualität, Liebe und Partnerschaft sowie zu sexueller Gewalt. Die Liebelle steht auch Angehörigen sowie Fachkräften, die mit Menschen mit geistiger Behinderung arbeiten, offen.

Als Modellprojekt wird die Liebelle für drei Jahre von Aktion Mensch gefördert.

Innovative Kooperation

In die Liebelle fließen Erfahrungen und Kompetenzen von drei Kooperationspartnerinnen ein:

  • in.betrieb Gesellschaft für Teilhabe und Integration gGmbH, Mainz,
  • pro familia Mainz e.V. und
  • Prof. Dr. Svenja Heck von der Hochschule Darmstadt, Fachbereich Gesellschaftswissenschaften und Soziale Arbeit.

Bislang isolierte Angebote werden in der Liebelle miteinander vernetzt. Die wissenschaftliche Begleitung ermöglicht die kontinuierliche Erforschung der Thematik, deren Verbreitung durch Publikationen und die Qualitätssicherung der Beratung. Ziele sind:

  • die Erfahrungen der Liebelle für andere Einrichtungen transparent zu machen,
  • Vorbild zu werden und
  • die bundesweite Vernetzung voranzubringen.

Parallel zur Beratung sollen Informations- und Arbeitsmaterialien entstehen, die auch außerhalb des Projekts eingesetzt werden können. Informationen für Menschen mit Behinderung sind grundsätzlich in Leichter Sprache.

Sexuelle Aufklärung und Bildung

Aus ihrer täglichen Arbeit kennen die Projektpartnerinnen den großen Beratungsbedarf zu Sexualität und Partnerschaft. Vor diesem Hintergrund entstand die Idee zur Beratungsstelle Liebelle:

  • Überdurchschnittlich viele Menschen mit geistiger Behinderung fühlen sich nicht aufgeklärt.
  • Eltern und andere Bezugspersonen finden Aufklärung und Sexualität ihrer Kinder oft schwierig.
  • Sehr viele Menschen mit geistiger Behinderung erleben Liebe, Sexualität und Partnerschaft als Quelle von Unsicherheit, Angst oder Enttäuschung.
  • Passende Beratungsangebote fehlen.
  • Auch unter Fachkräften herrscht große Unsicherheit im Umgang mit diesen Themen.

Teilhabe und Erfüllung

Die Beratungsstelle Liebelle will Beratungslücken schließen und dazu beitragen, dass Menschen mit Behinderung Partnerschaft und Sexualität als Bereicherung erleben.

Da die Liebelle in direkter Nachbarschaft zu in.betrieb angesiedelt ist, können Menschen mit Behinderung das Beratungsangebot selbstständig aufsuchen. Die Liebelle ist barrierefrei und mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut zu erreichen – im Idealfall auch von Menschen, die nicht in Mainz leben und arbeiten.

Phänomen geistige Behinderung

Der Begriff „geistige Behinderung“ steht oft in der Kritik – häufig zu Recht. Auch wir wenden uns gegen die Reduzierung eines Menschen auf diese Eigenschaft. Dennoch haben wir uns dafür entschieden, den Begriff zu verwenden. Dies sind die Gründe:

  • Betroffene, die wir gefragt haben, fühlten sich nicht diskriminiert, sondern im Gegenteil explizit angesprochen. Der Zusatz „Beratungsstelle zu Sexualität und geistiger Behinderung“ benennt klar und deutlich die Zielgruppe, die im Zusammenhang mit Sexualität bisher nicht direkt angesprochen bzw. ausgegrenzt wurde.
  • Die Bezeichnung erlaubt außerdem die eindeutige Zuordnung der Angebote. Im Hinblick auf anhaltende exklusive gesellschaftliche Tendenzen und in Bezug auf die Entwicklungsbedingungen von Menschen mit geistiger Behinderung erscheint es uns wichtig, den Betroffenen einen Raum zur Verfügung zu stellen, in dem sie in der Peer-Group ihre Fragen, Wünsche und Vorstellungen thematisieren können. Dies widerspricht in unserer Vorstellung nicht der Idee einer inklusiven Gesellschaft, sondern hebt die Bedeutsamkeit einer identitätsstiftenden Auseinandersetzung mit der eigenen Behinderung hervor.

Wir möchten den Klientinnen und Klienten in ihrer individuellen Lebenswirklichkeit ganzheitlich gegenübertreten. Dabei geht es keinesfalls um eine defizitäre Betrachtungsweise, sondern um die Anerkennung der realen Lebensumstände.

Liebelle

Kooperationspartnerinnen

Petra Hauschild
in.betrieb gGmbH
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Stefanie Jentzsch
pro familia OV Mainz e.V.
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Prof. Dr. Svenja Heck
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Liebelle

Beratungsstelle zu Sexualität
und geistiger Behinderung
Robert-Koch-Straße 8
55129 Mainz-Hechtsheim
Telefon 0 6131 58 02-211
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Öffnungszeiten:
Dienstag 8.30 - 16.00 Uhr
Mittwoch 10.00 - 18.00 Uhr
Donnerstag 8.30 - 16.00 Uhr
Freitag 8.30 - 13.30 Uhr

 

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